Osterzeit in der Lommatzscher Pflege

Die Lommatzscher Pflege, auch als die “Kornkammer Sachsens“ bekannt oder oft sogar als „Sachsens Toskana“ bezeichnet, ist ein Hügelland mit weiten Feldern und vielen kleinen Ortschaften westlich von Meißen gelegen. Die erste Besiedlung erfolgte bereits in der Jungsteinzeit und später durch den Slawenstamm der Daleminzier. Interessante archäologische Funde verweisen immer wieder darauf hin. Sie ist jene fruchtbare Agrarregion, deren wirtschaftliches und kulturelles Zentrum die Stadt Lommatzsch ist, sie erstreckt sich linkselbisch im Landkreis Meißen bis in die Nachbarkreise Döbeln und Riesa-Großenhain. Wegen ihrer Lössböden bester Qualität und hohen Bodengüte dominiert in der Lommatzscher Pflege traditionell die landwirtschaftliche Nutzung. Daher wurde sie auch als Kornkammer Sachsens bezeichnet. Daneben bestehen aber auch bedeutende Ton- und Kaolinvorkommen. Sie bildeten die Grundlage für eine vor allem im 19. und 20. Jahrhundert sehr vielfältige Tongut- und Steinzeugfabrikation in Strehla, Mügeln, Meißen und anderen Orten der Region. Doch ist die Landschaft auf Grund der weitverbreiteten ackerbaulichen Nutzung sehr waldarm. Jetzt zur Osterzeit im Frühling beginnt das Land zu erblühen. Endlich werden die riesigen Ackerflächen wieder grün.